Die meisten Hersteller empfehlen eine jährliche Inspektion oder alle 15.000 bis 30.000 Kilometer – je nachdem, was zuerst eintritt. Bei älteren Fahrzeugen oder intensiver Nutzung kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Ihr Fahrzeughandbuch enthält die genauen Herstellerempfehlungen.
Eine Jahresinspektion umfasst typischerweise: Ölwechsel, Filterwechsel, Prüfung aller Flüssigkeitsstände, Bremsinspektion, Reifenzustand und -druck, Beleuchtungsprüfung, Sichtprüfung der Fahrwerkskomponenten, Batterietest und Auslesender Fehlerspeicher. Der genaue Umfang richtet sich nach den Herstellervorgaben für Ihr Fahrzeugmodell.
Eine Standard-Inspektion dauert in der Regel 1,5 bis 3 Stunden. Bei umfangreicheren Arbeiten oder wenn zusätzliche Reparaturen notwendig sind, kann es länger dauern. Wir informieren Sie vorab über die geschätzte Dauer und halten Sie während der Arbeit auf dem Laufenden.
In Österreich gilt eine situative Winterreifenpflicht. Bei winterlichen Fahrverhältnissen (Schnee, Eis, Reif, Matsch) müssen Winterreifen montiert sein. Die Empfehlung lautet: Oktober bis April. Die Reifen müssen eine Mindestprofiltiefe von 4 mm aufweisen und das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) tragen.
M+S-Reifen (Matsch und Schnee) sind eine ältere Kennzeichnung ohne standardisierte Prüfanforderungen. Alpine-Reifen (3PMSF – Three Peak Mountain Snow Flake) haben nachgewiesene Wintereigenschaften durch standardisierte Tests. In Österreich sind für die Winterreifenpflicht beide Kennzeichnungen anerkannt, Alpine-Reifen bieten jedoch in der Regel bessere Wintereigenschaften.
Winterreifen halten in der Regel 4 bis 6 Wintersaisons, abhängig von Fahrleistung und Fahrweise. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm, für Winterreifen empfehlen wir mindestens 4 mm. Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle – Reifen älter als 6 Jahre sollten unabhängig vom Profil ersetzt werden.
Die Motorstörungsleuchte (MIL – Malfunction Indicator Light) zeigt an, dass das Motorsteuergerät einen Fehler erkannt hat. Dies kann von einer losen Tankdeckeldichtung bis zu einem ernsthaften Motorproblem reichen. Eine Diagnose sollte zeitnah durchgeführt werden, um den genauen Fehler zu identifizieren.
Bei einer gelb leuchtenden Motorstörungsleuchte ohne weitere Symptome können Sie in der Regel zur Werkstatt fahren. Bei einer rot blinkenden Leuchte, Leistungsverlust, ungewöhnlichen Geräuschen oder Rauchentwicklung sollten Sie sofort anhalten und die Werkstatt kontaktieren.
Die Kosten für eine Fahrzeugdiagnose variieren je nach Umfang. Eine einfache Fehlercode-Auslesung ist günstiger als eine umfassende Systemdiagnose aller Steuergeräte. Kontaktieren Sie uns für ein konkretes Angebot. Bei anschließender Reparatur wird die Diagnosegebühr oft angerechnet.
PKW müssen in Österreich alle zwei Jahre zur §57a Begutachtung. Neue Fahrzeuge sind in den ersten drei Jahren befreit. Taxis, Mietfahrzeuge und Fahrzeuge mit mehr als 8 Sitzplätzen haben kürzere Intervalle. Das Fälligkeitsdatum ist auf der Begutachtungsplakette (Pickerl) vermerkt.
Bei der §57a Begutachtung werden alle sicherheits- und umweltrelevanten Bauteile geprüft: Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Beleuchtung, Reifen, Karosserie, Abgasanlage, Sicherheitsgurte, Airbag-System und mehr. Die Prüfung erfolgt nach einem standardisierten Katalog gemäß österreichischem Kraftfahrgesetz.